Beginen Recherche




Weitere hochinteressante Schriften und Recherchen (gesammelt von Uta-Maria Freckmann) zu den Beginen finden Sie nachfolgend als Links auf dieser Seite zusammengestellt. Die Links verweisen in der Regel auf andere Seiten.

Die Bezeichnung "Begine" tauchte bereits im Jahre 1209 in Köln auf. Was sind Beginen und was zeichnet sie aus? Eine Zusammenfassung kann man auf Wikipedia finden.

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Eine umfangreiche wissenschaftliche Untersuchung des Historikers Alexander Patschovsky über die Verfolgung der Beginen im Mittelalter durch die Amtskirche. Alte Urkunden zur Beginenverfolgung im 14. Jahrhundert und Archivmaterial aus Straßburg wurden ausgewertet und im Internet für jeden zugänglich gemacht. 

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Die Beginenbewegung - Frauenversorgungswerk, Minnemystik und Ketzerverfolgung, lesenswerter Text von Ruth von Hirschberger über die Beginen (von 2003)

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Beginen in Augsburg und Umgebung  Hier wird die Stiftung einzelner Höfe beschrieben, die Geldgeber, Förderer und Gegner der Beginen benannt. Beginen wurden auch manchmal "Seelfrauen" genannt.

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Beginen in Spanien Beginen gab es in ganz Europa, Sie hießen dann zum Beispiel Terrestres. Ein interessanter Artikel aus dem Netz über die Beginen in Barcelona.

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Ein lesenswerter Text zu den Beginen (in deutscher Sprache) in der niederländischen Zeitschrift Stichting Newa.

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Ein Beginenkonvent in Hamburg, im späten Mittelalter. Housvrouwen, Mägde, Beginen.. Auch in einem Hamburger Geschichtsbuch tauchen die Beginen auf... 

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Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungen der Uni Hamburg zu den Beginen

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Die Mystik der Beginen - ein interessanter Text zur Mystik einzelner bekannter Beginen und ihrer Lebensweise.

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Ein Leseauszug aus einem Aufsatz über Beginen und berühmte Kirchenfrauen.

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Beginenhöfe von Gabriele Witt.

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Die Beginen  (vom 13-17. Jahrhundert) von Gera Kessler als PDF

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Umfangreiche Text-Recherche über die Beginen mit Quellenhinweisen. 


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Ein alter Beginenhof in Leuven
Der größte bekannte Beginenhof ist in Leuven, Belgien. Heute ist er eine Attraktion für Touristen, wird aber auch anders vielfältig genutzt. Gegründet wurde er im 13. Jahrhundert. Während der Blütezeit im 17. Jahrhundert wohnten dort ca. 360 Beginen! Eine informative Seite mit beeindruckender 360 Grad Bildwanderung ist hier zu sehen! 

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Die Recherche von Leta Böhringer ordnet den Beginen eine spirituelle Aufgabe zu; sie sollten keineswegs vorrangig als Pflegekräfte in Spitälern betrachtet werden. So geht aus diversen Quellen hervor, dass sie eingesetzt wurden als spirituelle Frauen, die im Auftrag Gebete verrichteten, sich für das Wohl der Umgebung einsetzten und bei der Sterbe-Begleitung eine wichtige Rolle spielten. Die Aufgaben der Frauen änderten sich zudem in späteren Jahrhunderten (ab dem 14.), als die Inquisition und Zünfte begannen zu reglementieren und ihnen die Lebensgrundlagen durch Verbote entzogen. Dadurch verarmten sie mehr und mehr. Für die Errichtung von Krankenhäusern setzten sie allerdings zur damaligen Zeit (ca. ab dem 11. Jahrhundert) wichtige Impulse. 

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Am Beispiel der Stadt Esslingen: Urkundlich erwähnte Auseinandersetzungen mit Beginen und Erbrechts-Angelegenheiten im Mittelalter. Nach Überlieferungen lebten Beginen gemeinsam in Konventen, die von den reichen adligen Beginen erworben und mit den weniger bemittelten Schwestern gemeinsam bewohnt wurden. Oder es gab Schenkungen aus der Bevölkerung; im Gegenzug versorgten die Beginen dafür Kranke und standen bei Sterbefällen mit Gebeten und Fürsorge bei.

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Wer sich für die Schriften der Mystikerin und Begine Mechthild von Magdeburg interessiert, kann hier eine Leseprobe einsehen aus ihrem Buch "Das fließende Licht der Gottheit".

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Weibliche Mystik - mitten im Leben  Ein sehr informativer Artikel! Er fasst zusammen, was bewiesene Tatsachen sind und bringt das Ganze auf den Punkt. Interessant ist, dass der Autor der Rosenkreuzer-Bewegung entstammt, und die Beginen und die Rosenkreuzbewegung in ihren spirituellen Interessen zusammenführt. 

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Beginen - eine mittelalterliche Frauenbewegung - ein Text von Pia Steinbauer. 

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Beginen - Eine Frauenbewegung im Mittelalter - sehr gut recherchierte Examensarbeit von Tanja Bras.

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Hochinteressanter Artikel von Thomas Philipp in der Zeitschrift "Stimmen der Zeit" aus dem Herder Verlag (Erlaubnis zur Weitergabe liegt vor). Thomas Philipp, Jg. 1965; theologische, historische und psychologische Studien in Tübingen, Paris und Heidelberg. 1994 Pastoralreferent in Heidelberg und Mosbach; 2000 Universitätsseelsorger als Mitarbeiter der Berner Jesuiten. 

Der Beitrag heißt: Bilden bei Meister Eckhardt. Ein kurzer Textauszug:

Die Beginen lebten ehelos und einfach, meist von Handarbeiten und Krankenpflege, stets selbstbestimmt. Sie gehörten keinem Orden an. Gelübde gab es nicht, man konnte auch für begrenzte Zeit Begine sein. Sie wählten ihre Meisterin selbst, auf Zeit. Darüber gab es auch keine päpstliche Anerkennung, wie Franziskus und Dominikus sie erhielten. Sie unterstanden niemandem. Und sie lasen die Bibel, eigenständig, in der Volkssprache.

Hier begann das Problem. Die Autonomie dieser Frauen gefiel den Pfarrern  und Bischöfen gar nicht. Ohnehin mussten sie die spirituelle Autorität mit den Orden teilen. Nun also auch noch die Konkurrenz dieser Frauen und ihre Spiritualität, die auf unheimliche Weise anders war, die man gar nicht recht verstand, und die so viele anzuziehen vermochte

(Bilder zum Lesen und Vergrößern bitte anklicken):


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Filme auf You Tube

Im Internet finden sich überraschend viele Filme über das Leben der Beginen. Es lohnt sich, dort einmal selbst nachzuforschen!






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